Operation Nachhaltigkeit – ein Projektbericht aus Regensburg Teil III
Abwärme sinnvoll nutzen, die Sonne anzapfen, Lärm herunterpegeln, diversen Vorschriften genügen, dies und viel mehr muss heute unter ein einziges Hallendach einer Druckerei passen. Außer Stahl und Beton braucht es heute auch viel Intelligenz beim Bau von Druckereien. Aumüllers war vor allem die Wärmerückgewinnung im Drucksaal wichtig. Also wurde die gesamte Konditionierung der Luft im Drucksaal neu aufgebaut. Der neuen zentralen Lüftungsanlage wurden Wärmepumpen beigestellt, die die Druckhalle je nach Bedarf mit Wärme oder Kälte versorgen.
Der Stromverbrauch der ohnehin energieeffizienten Wärmepumpen wird durch die neue Photovoltaikanlage auf dem Dach des Hallenneubaus kompensiert. Dort entstand eines der größten Solardächer in Regensburg. Fossile Brennstoffe sind in diesem Gebäudebereich seither ein Fremdwort. Die Abwärme der Druckmaschinen wird nun im Rückkühlkreislauf abgegriffen und in Speichern gepuffert. Die gespeicherte Wärme speist einen Teil der Heizsysteme in der neu erbauten Halle.
Die Druckluftanlage ist ein großer Energieverblaser in vielen Druckereien, so auch bei Aumüllers. Das Bestandsnetz hatte über die vielen Jahre der fortwährenden Erweiterung eine Reihe von Mängeln bekommen. Also wurde das gesamte Druckluftnetz neu aufgebaut und an zwei Druckluftzentralen jeweils an den Gebäudeenden angeschlossen. Redundant, sich gegenseitig absichernd. Zusätzlich sorgt die Umstellung auf PIAB-Systeme insbesondere im Bereich der Weiterverarbeitung für weniger Lärm und Abwärme.
Fazit für den Neubau: Wieder wurde eine Halle frei von fossilen Energieträgern realisiert. Und mindestens genauso wichtig ist Aumüllers, dass nun im Vergleich zur konventionellen Heizung ein Betriebskostenvorteil von ca. 40% entsteht. Das ist nachhaltig.

